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Flucht als Schwellenerfahrung. Der Kampf um Teilhabe in 'Tori et Lokita' (2022)
16.6.26

Der vorliegende Beitrag untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Teilhabe und Raumordnung im Film "Tori et Lokita" (2022) von Jean-Pierre und Luc Dardenne. Der Film erzählt von den Bemühungen der beiden Titelfiguren, der 16-jährigen Lokita eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in Belgien zu beschaffen. Anhand eines Close Readings der Eingangssequenz, in der Lokita mit einer Mitarbeiterin der Asylbehörde ein Interview führt, das über ihren Aufenthaltsstatus entscheiden soll, wird gezeigt, wie räumliche und narrative Struktur ineinandergreifen, um diese Teilhabebemühungen der Protagonistin als vergeblich zu inszenieren. Der anonymisierte Raum fungiert als Schwelle, auf der über In- und Exklusion, über Objekt- und Subjektstatus der Geflüchteten entschieden wird. Gleichzeitig ist die Eingangssequenz eine dem Plot vorgelagerte, paratextuelle Schwelle und damit die Ur-Szene des tragischen Verlaufs, der nicht zufällig an die drei Teile und den Spannungsverlauf einer antiken Tragödie erinnert. Die beiden Regisseure liefern einen engagierten Kommentar zur aktuellen europäischen Flüchtlingspolitik, indem sie aufzeigen, dass mit der Ankunft im Zielland die lebensbedrohliche Flucht keineswegs zu Ende ist, sondern lediglich in ein weiteres Stadium mündet.

16.6.26
Zeitschriftenartikel
Flucht erzählen und legitimieren müssen. Filmische und sozialpädagogische Narrative im Asylregime
16.6.26

Der Artikel analysiert die Erzähl- und Legitimationszwänge von Flucht im Kontext des europäischen Asylregimes und verknüpft filmische mit migrations- und sozialpädagogischen Perspektiven. Am Beispiel des belgischen Films "Tori und Lokita" (2022) werden zwei zentrale Szenen rekonstruiert, die die institutionellen Anforderungen an Fluchtnarrative sowie die ambivalenten Möglichkeiten von Agency und Widerstand verdeutlichen. Ergänzt wird die filmanalytische Betrachtung durch ethnografische Einblicke in die sozialpädagogische Asylberatung, wobei die Rolle menschlicher und nicht-menschlicher Akteur*innen im Netzwerk des Asylregimes herausgearbeitet wird. Der Beitrag zeigt, dass Fluchtgeschichten nicht nur individuell erzählt, sondern durch institutionelle Praktiken strukturell geformt und normiert werden. Gleichzeitig eröffnen sich Handlungsspielräume für widerständige Praktiken – sowohl für Geflüchtete als auch für Fachkräfte. Dies verweist auf die Bedeutung einer kritischen Reflexion von Machtverhältnissen und deren Beitrag zur Herstellung anerkannter Erzählweisen von Flucht.

16.6.26
Zeitschriftenartikel
Freiwilliges Engagement als Familie erzählt. Engagementbasierte Unterstützungsbeziehungen aus der Perspektive Geflüchteter Adressat*innen
15.6.26

Der Beitrag untersucht, wie in Beziehungen des freiwilligen Engagements Zugehörigkeit als Familie erzählt wird. Unter der analytischen Perspektive der Agency werden auf Grundlage episodischer Interviews und unter Anwendung der Grounded Theory als Familie erzählte Beziehungen aus der Perspektive der geflüchteten Adressat*innen rekonstruiert und Prozesse der Zugehörigkeitsherstellungen sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigen, dass als Familie konstruierte Zugehörigkeit als exklusiv und kollektiv erzählt und durch Alltagsroutinen, symbolische Handlungen, praktische Unterstützung und besondere Ereignisse hergestellt wird. Die Interviewten gestalten Zugehörigkeit aktiv mit, indem sie allgemeine Ordnungen anerkennen, und rahmen die Beziehungen (trotz struktureller Prekarität) als robust. Der Beitrag lässt geflüchtete Akteur*innen als Mitgestalter*innen von Beziehungen im Kontext von freiwilligem Engagement zu Wort kommen und eröffnet neue Perspektiven auf Zugehörigkeit und Doing Family.

15.6.26
Zeitschriftenartikel
Fragile Teilhabe und Widerstand. Editorial
15.6.26

15.6.26
Zeitschriftenartikel
„dieses befreundet Sein in Anführungsstrichen“ – Freiwilliges Engagement im Kontext von Flucht:Migration zwischen Nähe und Distanz
17.4.26

In diesem Beitrag wird freiwilliges Engagement im Kontext von Flucht:Migration mit Blick auf das aus der Sozialen Arbeit bekannte Spannungsfeld von Nähe und Distanz diskutiert. Es werden erste Ergebnisse einer rekonstruktiven, interviewbasierten Studie vorgestellt und die Perspektiven der Engagierten innerhalb dieses Spannungsverhältnisses beleuchtet. Die Analyse im methodologischen Verständnis der Grounded Theory zeigt, dass die Engagierten die emotionale Nähe und Distanz ambivalent erleben: Nähe kann als beziehungsstiftend und gefährlich, Distanz als schützend und enttäuschend gedeutet werden. Im Beitrag werden drei zentrale Handlungsmuster im Umgang mit Nähe und Distanz identifiziert – Neuausrichten der Beziehung bei enttäuschender Distanz, selektives Zulassen von (als gefährlich gerahmter) Nähe sowie Ringen um Kommunizierbarkeit von wahrgenommener Grenzüberschreitung – und die Ergebnisse machtkritisch und mit Bezug auf die Soziale Arbeit eingebettet.

17.4.26
Zeitschriftenartikel
Dafür musst du einen Ausgleich leisten“ – Unterstützen als Aufdrängen und Einfordern im freiwilligen Engagement im Kontext von Flucht*Migration
23.2.26

In: A. Böker, A. Korntheuer, J. Bucher, & S. Thomas (Hg.): Dimensionen einer vielfältigen Fluchtforschung: Diversität, Intersektionalität und heterogene Ankunftskontexte. Weinheim: Beltz Juventa, 36-49.

23.2.26
Aufsätze in Sammelbänden
Partizipative Schulentwicklung – Eine rekonstruktive Fallstudie zur Prozesshaftigkeit und Multiperspektivität schulischer Entwicklungsprozesse
17.9.25

Zeitschrift für Pädagogik, 70(1), 100-118.

17.9.25
Zeitschriftenartikel (PR)
Crossing Boundaries: Methodische und methodologische Reflexionen zur (eigenen) Praxis der Inklusionsforschung. Leverkusen: Opladen, Berlin & Toronto: Barbara Budrich Verlag.
17.9.25

Gemeinsam mit Bastian, P. / Friedrich, J. / Gericke, E. / Hopmann, B. / Köhler, S. & Köpfer, A. herausgegebener Sammelband: (2025): Crossing Boundaries: Methodische und methodologische Reflexionen zur (eigenen) Praxis der Inklusionsforschung. Leverkusen: Opladen, Berlin & Toronto: Barbara Budrich Verlag.

17.9.25
Sammelbände
Wider die Asymmetrie – von symmetrischer Subjektkonstruktion und zirkulierender Reflexion in der Sozialpädagogik
17.9.25

In: Birgmeier, B. / Mührel, E. & Winkler, M. (Hg.) (2024): Weitere Sozialpädagogische SeitenSprünge. Rückblicke und Perspektiven. Weinheim Basel: Beltz Juventa, 11-17.

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Auf der Suche nach den populären Bildkulturen der Vormoderne. Eine Einführung
17.9.25

In: Kepetzis, E. & Männig, M. (Hg.) (2024): Populäre Bildkulturen der Vormoderne: Prozesse der Produktion, Distribution und Rezeption. Berlin / Boston: De Gruyter, 1-36.

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Reflexionsräume als soziale Gebilde
17.9.25

In: Kratz, M. & Finger-Trescher, U. (Hg.) (2024): Szenisches Verstehen in der Pädagogik. Grundlagen – Potentiale – Reflexionen. Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik (Bd. 30). Gießen: Psychosozial-Verlag, 119-140.

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Lars Henk / Lea Sauer / Gregor Schuhen (Hg.) (2024): Les classes populaires entre sociologie et littérature
17.9.25

Special Issue in Lendemains, erscheint unter der Nummer 189.

17.9.25
Sammelbände
Cultural Linguistics: Some disciplinary and terminological considerations
17.9.25

In: Korangy, A. (Hg.) (2024): The Handbook of Cultural Linguistics. Singapore: Springer, 109-134 [Springer Handbooks in Languages and Linguistics].

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
„ich bin wirklich wieder zur Türkin ... geworden“ – berufsbiographische Perspektiven (angehender) pädagogischer Professioneller auf das Social Boundary (Un)Making im transnationalen Bildungsraum Deutscher Auslandsschulen
17.9.25

Tertium Comparationis, 30(1), 57-76.

17.9.25
Zeitschriftenartikel (PR)
Was macht kollegial beratend einen Unterschied (aus)? Ein metaphernanalytischer Blick auf Fallkonturen und Differenzkonstruktionen im universitären sonderpädagogischen Studium
17.9.25

In: Bender, S. & Thiessen, B. (Hg.): Beratung in pädagogischen Kontexten. Perspektivierungen und Differenzierungen. Beiträge zur Beratungswissenschaft. Weinheim: Beltz Verlag.

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Political Masculinities as an Analytical Category? Rethinking the Concept.
17.9.25

Europen Journal of Politics and Gender, 1-18.

17.9.25
Zeitschriftenartikel (PR)
Exploring the Impact of Adjusting the Basic Pension on Lower-Income Groups in the German Pension System
17.9.25

Zeitschrift für Sozialreform, 70(2), 173-197.

17.9.25
Zeitschriftenartikel (PR)
Österreichische Wege in der deutschen Rente: Individuelle Nutzen und ökonomische Kosten
17.9.25

Deutsche Rentenversicherung, 2, 138-156.

17.9.25
Zeitschriftenartikel (PR)
Lehrer-Schüler-Interaktion in der Migrationsgesellschaft
17.9.25

Gemeinsam mit Georg Auernheimer verfasster Aufsatz in: Martin K. W. Schweer (Hg.) (2025): Lehrer-Schüler-Interaktion. Inhaltsfelder, Forschungsperspektiven und methodische Zugänge. 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: Springer VS, S. 423–438.

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Beratung in der Schule
17.9.25

In: Kupfer, A. et al. (Hg.) (2025): Handbuch der Beratung. Tübingen: dgvt.

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Zur (Un-) Möglichkeit einer nicht Kategorisierenden Kinder- und Jugendhilfe – auch in einer bedingungslosen Kinder- und Jugendhilfe
17.9.25

Gemeinsam mit Stephan Dahmen verfasster Aufsatz in: WIDERSPRÜCHE. Zeitschrift für sozialistische Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich, 45(176), 39–54.

17.9.25
Zeitschriftenartikel
Gleichheits- und Differenzorientierungen balancieren. Ambivalenzen inklusiven pädagogischen Handelns im Kontext migrationsbedingter Mehrsprachigkeit
17.9.25

Gemeinsam mit Sara Fürstenau verfasster Aufsatz in: Deutsch 5-10 (81), S. 64-65.

17.9.25
Zeitschriftenartikel
Inklusion als Querschnittsthema der Lehrer:innenbildung — (Inter-)nationale Einblicke und Perspektiven
17.9.25

Gemeinsam mit Andreas Köpfer verfasster Aufsatz in: Rosen, L. et al. (Hg.): Crossing Boundaries. Methodische und methodologische Reflexionen zur (eigenen) Praxis der Inklusionsforschung. Opladen, Berlin & Toronto: Barbara Budrich, S. 191-205.

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Populär/Elitär? Diversifizierte Vermarktungsstrategien in William Hogarths Druckgrafiken
17.9.25

Kepetzis, E. & Männig, M. (Hg.) (2024): Populäre Bildkulturen der Vormoderne: Prozesse der Produktion, Distribution und Rezeption. Berlin / Boston: De Gruyter, 303-342

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Empirie und bildimplizite Kunsttheorie – Lockes’ Wahrnehmungstheorie und die Visualisierung innovativer Ästhetik bei William Hogarth
17.9.25

Möller, J. & Krysmanski, B. (Hg.) (2024): Creative Reception: John Locke’s Impact on Literature and Pictorial Art. Dinslaken: Krysman Press, S. 36-70.

17.9.25
Aufsätze in Sammelbänden
Was macht kollegial beratend einen Unterschied (aus)? Ein metaphernanalytischer Blick auf Fallkonturen und Differenzkonstruktionen im universitären sonderpädagogischen Studium
17.9.25

Bender, S. & Thiessen, B. (Hg.): Beratung in pädagogischen Kontexten. Perspektivierungen und Differenzierungen. Beiträge zur Beratungswissenschaft. Weinheim: Beltz Verlag, im Druck.

17.9.25
Populäre Bildkulturen der Vormoderne. Prozesse der Produktion, Distribution und Rezeption
25.3.25

Die Auseinandersetzung mit Ausdrucksformen von Popularität steht seit einigen Jahren vermehrt im Fokus der kulturwissenschaftlichen Forschung. Ausgehend von der Gegenwärtigkeit und Ubiquität der Populärkultur – gemeinhin als Proprium der Modernität verstanden und gedacht – fragt der vorliegende Sammelband erstmals grundsätzlich nach der Applizierbarkeit der Kategorie „populär“ auf die Epochen Mittelalter und Frühe Neuzeit. Die zeitgenössische Theoriebildung zur Popkultur bildet den Ausgangspunkt für die versammelten Beiträge, in interdisziplinärer Perspektive sowohl auf übergreifend theoretisch-methodischer Ebene als auch in Form von Fallstudien Popularisierungsprozesse zu beleuchten. Im Zentrum stehen dabei insbesondere visuelle Artefakte und Phänomene, die hinsichtlich ihrer Distribution, Reproduktion, Variation und Serialisierung thematisiert werden. Angerissen werden Aspekte der Politisierung des Populären, seiner normierenden Wirkmacht sowie seines anarchischen Potenzials. Hervorgegangen aus einer Tagung an der Universität Koblenz-Landau, enthält der Band Beiträge u. a. von: Dietrich Boschung, Mariam Hammami, Julian Jachmann, Michaela Ott, Stephan Packard, Johannes Tripps, Susanne Wittekind und .

25.3.25
Sammelbände
Entre-deux à bien des égards. Le discours actuel sur les transclasses et les autosociobiographies en France et en Allemagne.
13.11.24

Textes et contextes, 19(1)

13.11.24
Zeitschriftenartikel (PR)
Les classes populaires entre sociologie et littérature
13.11.24

Special Issue in Lendemains, erscheint unter der Nummer 189 (im Druck)

13.11.24
Zeitschriftenartikel (PR)
Denied recognition of teachers’ mobility experiences – case studies of teachers returning to Germany from schools abroad
13.11.24

Tertium Comparationis, 30(1), 77-94

13.11.24
Zeitschriftenartikel (PR)
,À mi-chemin entre littérature et sciences humaines‘. L’adaptation du modèle autosociobiographique d’Annie Ernaux dans Comme nous existons (2021) de Kaoutar Harchi.
13.11.24

Textes&Contextes, 19(1)

13.11.24
Zeitschriftenartikel (PR)